Aber nachdem David das Volk hatte zählen lassen, schlug ihm das Herz. Und David sprach zum HERRN: Ich habe mich schwer versündigt mit dem, was ich getan! Nun aber, o HERR, vergib doch die Missetat deines Knechtes; denn ich habe sehr töricht gehandelt! — 2. Samuel 24:10
wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, daß er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigeit. — 1. Johannes 1:9

Author
Charles Spurgeon
Zusammenfassung: Meine geliebten Freunde, wenn der scharfe Stich der Überführung unsere Herzen trifft und uns dazu bringt, unsere Sünde zu erkennen, finden wir herrliche Gewissheit in Gottes Verheißung. Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist Er treu und gerecht, uns zu vergeben und uns vollkommen zu reinigen, nicht aufgrund unseres vollkommenen Bekenntnisses, sondern aufgrund Seines vollkommenen Charakters und des vollbrachten Werkes Seines Sohnes. Darum lauft zu dieser Verheißung, seid euch mit Gott über eure Sünde einig und erlebt die freudige, seelenverändernde Reinigung, die uns wahrhaftig frei macht.
Meine geliebten Freunde, habt ihr jemals den scharfen, plötzlichen Stich der Überführung gespürt? Dieser Moment, in dem eure Seele, vielleicht aufgeblasen von Selbstvertrauen wie König David in seiner großen Torheit, plötzlich vor dem lodernden Licht der Heiligkeit Gottes bloßgelegt wird? Oh, welch eine gesegnete Qual das ist! David, der sein mächtiges Heer musterte, hielt sich für stark, doch in ebenjener Stunde „schlug sein Herz“ ihn mit der bitteren Wahrheit seines Stolzes, seiner Abhängigkeit vom Fleisch anstatt vom lebendigen Gott. Er sah seine Sünde nicht als Kleinigkeit, sondern als tiefgreifende Torheit, und rief aus: „Ich habe sehr gesündigt… nimm doch die Missetat hinweg!“
Und welch ein herrlicher Widerhall dieses Rufes findet sich in unseren eigenen Tagen! Für uns, meine Lieben, erklingt die Verheißung mit noch größerer Klarheit und Gewissheit: „Wenn wir unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit“ (1. Johannes 1,9). Seht ihr es? Nicht bloß barmherzig, obwohl Er die Barmherzigkeit selbst ist, sondern treu Seinem Bund gegenüber und gerecht, weil Christus den vollen Preis bezahlt hat! Die Forderungen der Heiligkeit Gottes, die Davids Herz mit Plage zermalmten, wurden vollkommen auf Golgatha erfüllt, auf ebenjenem Berg Morija, wo David sein kostspieliges Opfer darbrachte.
Eure Vergebung, liebe Gläubige, hängt nicht unsicher von der Vollkommenheit eures Bekenntnisses ab, sondern ist sicher gegründet auf den vollkommenen Charakter eures Gottes und das vollkommene Werk Seines Sohnes! Wenn euer Herz getroffen ist, flieht nicht vor dem Schmerz, sondern lauft zu der Verheißung! Seid euch mit Gott über eure Sünde einig – nennt sie, wie Er sie nennt – und siehe, Er reinigt nicht nur die Schuld, sondern den eigentlichen Makel der Ungerechtigkeit aus eurem innersten Wesen. Lasst keine Sünde verweilen, keinen Fehler ungestanden bleiben. Denn wir haben einen Fürsprecher, Jesus Christus den Gerechten, der nicht steht, um anzuklagen, sondern um Sein eigenes kostbares Blut darzubringen. Kommt also und erlebt jene freudige, seelenverändernde Reinigung, die uns wahrhaftig frei macht!
(Quelle: Eine moderne Betrachtung, dem Stil von Charles Spurgeon nachempfunden)
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