Unseres Gottes Eigenes Siegel Auf Christus

Sehet nun, daß Ich, Ich allein es bin und kein Gott neben mir ist. Ich kann töten und lebendig machen, ich kann zerschlagen und kann heilen, und niemand kann aus meiner Hand erretten! 5. Mose 32:39
Solches redete Jesus und hob seine Augen zum Himmel empor und sprach: Vater, die Stunde ist gekommen; verherrliche deinen Sohn, damit dein Sohn dich verherrliche! gleichwie du ihm Vollmacht gegeben hast über alles Fleisch, auf daß er ewiges Leben gebe allen, die du ihm gegeben hast. Johannes 17:1-2
Charles Spurgeon

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Charles Spurgeon

Zusammenfassung: Meine geliebten Freunde, lasst uns unseren Blick auf die großartige Wahrheit richten, dass unser Herr Jesus die Autorität und lebensspendende Kraft des einen wahren Gottes selbst verkörpert. Er besitzt die universelle Herrschaft, was uns versichert, dass unser Heil in Seiner unbesiegbaren Hand unerschütterlich bewahrt ist und uns ewiges, den Tod besiegendes Leben schenkt. Darum beten wir Ihn an, finden unerschütterlichen Frieden und ruhen in Christus, unserem inkarnierten Gott, der Quelle endloser Hoffnung.

Oh, meine geliebten Freunde, lasst uns heute unseren Blick auf eine so großartige Wahrheit richten, dass sie jede Furcht vertreiben und unsere Seelen in unerschütterlichem Frieden verankern sollte! Bedenkt, ich bitte euch, jene donnernde Erklärung aus alten Tagen, gesungen von Mose: „Ich, ja ich, bin es, und es gibt keinen Gott neben mir; ich töte und ich mache lebendig; ich verwunde und ich heile; und niemand kann aus meiner Hand erretten!“ Dies war Jahwes exklusiver, herrlicher Anspruch – die eigentliche Definition des einen wahren Gottes!

Und dann, siehe! Jahrhunderte später erhebt unser Herr Jesus in Seinem hohepriesterlichen Gebet Seine Stimme und sagt: „Vater, die Stunde ist gekommen; verherrliche deinen Sohn… da du ihm Vollmacht über alles Fleisch gegeben hast, um all denen ewiges Leben zu geben, die du ihm gegeben hast.“ Siehst du es, lieber Heiliger? Den heiligen Raum, der zuvor Gott allein vorbehalten war, betritt Jesus! Das alte „Ani Hu“ – „ICH BIN ER“ – ertönt von Christi eigenen Lippen als „Ego Eimi.“ Er beansprucht die selbstexistente, lebensspendende, all-errettende Kraft Gottes selbst!

Ach, welcher Trost durchströmt die Seele, wenn wir dies begreifen! Wenn Er die Schlüssel des Lebens und des Todes besitzt, wenn Er universelle Herrschaft besitzt, dann hört dieses kostbarste Echo: „Niemand wird sie aus meiner Hand reißen!“ Oh, die unerschütterliche Sicherheit, meine Brüder und Schwestern, die aus dieser Wahrheit fließt! Euer Heil ist keine zerbrechliche Sache, sondern wird von jener Kraft bewahrt, die den Allmächtigen definiert! Dieses ewige Leben, das Er schenkt, ist keine bloße Verlängerung der Tage, sondern eine qualitative Teilhabe an der Natur Gottes selbst – ein göttliches, den Tod besiegendes Dasein, das unser gesamtes Sein neu ausrichtet.

Darum lasst unsere Herzen vor Anbetung schwellen! Wir beten nicht zwei Götter an, sondern den einen wahren Gott, vollkommen offenbart in unserem kostbaren Jesus. Und denkt daran: Seine Verherrlichung, Seine „Stunde“, war Seine Kreuzigung! Gottes Herrlichkeit strahlt oft am hellsten nicht in irdischer Macht, sondern in ultimativem Opfer und Demut. So lasst auch uns Kraft und Sinn finden, indem wir Seinem demütigen, opfervollen Weg folgen, wissend, dass Er Vollmacht „über alles Fleisch“ hat – über jede Begebenheit, jede Furcht, jedes Morgen. Ruht also in der unbesiegbaren Hand Christi, unseres inkarnierten Gottes, dem Felsengrund unseres Glaubens und der Quelle endloser Hoffnung.

(Quelle: Eine moderne Betrachtung, dem Stil von Charles Spurgeon nachempfunden)