Die Unerschütterliche Festung Des Gläubigen

In der Furcht des HERRN liegt starkes Vertrauen; Er wird auch den Kindern eine Zuflucht sein. Sprüche 14:26
Wir wissen, daß jeder, der aus Gott geboren ist, nicht sündigt; sondern wer aus Gott geboren ist, hütet sich, und der Arge tastet ihn nicht an. 1. Johannes 5:18
Charles Spurgeon

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Charles Spurgeon

Zusammenfassung: Geliebte, wir sind durch Gottes eigene Hand in einem robusten, göttlichen Schutz geborgen, der in dem unvergleichlichen Werk unseres Herrn Jesus Christus gipfelt. Diese unerschütterliche Festung beginnt mit einer heiligen Ehrfurcht vor Ihm, doch unsere letztendliche Sicherheit ruht nicht auf unseren Bemühungen, sondern auf dem unermüdlichen, souveränen Bewahren Jesu Christi. Darum lasst uns kühn und gerecht leben, diese kindliche Ehrfurcht pflegen und unsere Herzen bewahren, denn unsere Zuflucht in Ihm ist absolut.

Geliebte Gottes, legt eure ängstlichen Gedanken in diesem Augenblick beiseite, denn eine herrliche Wahrheit erwartet unsere Herzen: Von den alten Weisen der Psalmen Israels bis zum allerletzten Amen des Neuen Bundes widerhallt eine großartige Realität – wir, die wir bei Seinem Namen genannt sind, sind fest geborgen in einem robusten, göttlichen Schutz, gesichert durch die eigene Hand unseres Gottes!

Diese Sicherheit, merkt es euch wohl, ist kein zerbrechlicher Traum, sondern eine sich entfaltende Offenbarung, die in der unvergleichlichen Person und dem vollkommenen Werk unseres Herrn Jesus Christus gipfelt. Wie beginnt dann diese Festung? Sie erhebt sich aus einer tiefen, ehrfürchtigen Scheu vor unserem majestätischen Schöpfer – der „Furcht des Herrn“. Dies ist keine kriecherische Angst vor Blitzen, sondern eine heilige, liebevolle Ehrfurcht, wie der Respekt eines geliebten Kindes vor einem mächtigen, liebenden Vater. Wenn wir eine solche Haltung pflegen, blüht eine innere Stabilität, eine unerschütterliche Gewissheit in uns auf, die die stürmischen Ungewissheiten des Lebens überwindet. Diese göttliche Weisheit wirft dann ein schützendes Dach über unsere Haushalte, ein geistliches Erbe, kostbarer als alles Gold von Ophir, das uns vor dem Verderben bewahrt und uns für jede Herausforderung stärkt.

Doch lieber Christ, dieses alttestamentliche Versprechen findet seine krönende Herrlichkeit im Neuen Bund! Wir sind von Neuem geboren, nicht aus vergänglichem Samen, sondern aus unvergänglichem, durch das Wort Gottes. Diese geistliche Wiedergeburt verleiht eine neue Natur, ein inneres Zurückweichen vor fortgesetzter, vorsätzlicher Sünde – denn eine wiedergeborene Seele, mag sie auch in den Schmutz fallen, sehnt sich doch immer nach Reinheit, anders als das Schwein, das sich darin suhlt.

Entscheidend ist, dass unser letztendlicher Schutz nicht auf unserer flüchtigen Wachsamkeit ruht, sondern auf dem unermüdlichen, souveränen Bewahren Jesu Christi, des einzig Gezeugten Sohnes Gottes! Er bewahrt und erhält uns aktiv, eine Erfüllung Seines eigenen Gebetes um unsere Errettung vor dem Bösen. Der Teufel mag angreifen, verführen und bedrängen, aber er kann eine durch Christus wiedergeborene und gehaltene Seele letztendlich nicht ergreifen, besitzen oder ihr tödliche geistliche Zerstörung zufügen. Unsere Vereinigung mit unserem auferstandenen Retter stellt uns entschieden jenseits der Herrschaft des Teufels, indem sie uns vor den letztendlichen Fallen des Todes sichert.

Was ist dann unsere Antwort? Wir sind berufen, diese kindliche Ehrfurcht aktiv zu pflegen, von Sünden umzukehren und unsere Herzen eifrig zu bewahren. Doch tun wir dies in der tiefen Gewissheit, dass es Gott selbst ist, der uns befähigt, indem Er in uns wirkt, Seinen Willen zu wollen und zu tun. Darum lasst uns kühn, gerecht und mit tiefer Zuversicht inmitten der Prüfungen dieses gegenwärtigen Zeitalters leben, wissend, dass unsere Zuflucht absolut ist. Amen.

(Quelle: Eine moderne Betrachtung, dem Stil von Charles Spurgeon nachempfunden)