Der gegenseitige Dienst ist ein Zeichen der Liebe und Demut, so wie es Jesus Christus zeigte, als er seinen Jüngern die Füße wusch. Anderen zu dienen bedeutet, sich mit unserem Herrn und seiner Barmherzigkeit gegenüber den Bedürftigen zu identifizieren.
In Römer 12,13 wird das Konzept des Teilens mit den Nöten der Heiligen diskutiert. Das griechische Wort für Teilen deutet auf Gemeinschaft, Intimität und Identifikation mit denen hin, mit denen wir teilen.
In dieser Predigt fährt der Sprecher mit Vers 9 aus Römer 12 fort, der die Einstellungen betont, die Christen einander gegenüber haben sollten. Das erste Gebot lautet, dass die Liebe ungeheuchelt sein soll, ohne jegliches dunkles Element von Manipulation oder Eigeninteresse.
Meine lieben Geschwister, Gottes alter Ruf, die Verletzlichen zu schützen, wurde von unserem Herrn Jesus zutiefst vertieft. Er lehrt uns, dass Taten der Güte, die den Hungrigen, dem Fremden und den Gefangenen erwiesen werden, nicht nur gute Taten sind, sondern Taten, die direkt an Ihm vollzogen werden.
Die biblische Theologie der Liebe ist fundamental auf zwei Hauptachsen aufgebaut: das vertikale Gebot der absoluten Hingabe, wie es in Deuteronomium 6,5 zum Ausdruck kommt, und die theologische Offenbarung göttlicher Initiative, wie sie in 1. Johannes 4,19 formuliert ist.
Unsere Existenz ist ein ständiger Kampf um letzte Treue, da Gott beständig unsere vollständige und ungeteilte Hingabe – unser ganzes Herz – fordert. Dieser alte Ruf findet seinen höchsten Ausdruck in Jesus, der radikal fordert, dass unsere Liebe zu ihm alle anderen Bindungen übertrifft, sogar die Familie.
Die glücklichsten und zufriedensten Menschen neigen dazu, diejenigen zu sein, die am besten andere lieben können. Dies ist jedoch nicht in der menschlichen Natur angelegt und widerspricht unserem Überlebensinstinkt.
Unsere Berufung, Gott zu dienen, ist eine tiefgreifende, bleibende Berufung, die sich durch die gesamte Geschichte zieht und in Seiner herrlichen, rettenden Gnade wurzelt. Dieser Dienst ist unsere dankbare Antwort auf göttliche Befreiung, erfordert uneingeschränkte Treue, um moderne Götzen abzubauen, und ein unerschütterliches Bekenntnis zur Treue.