Frieden Im Druck: Unser Anker in Der Trübsal

Wenn ich die größte Gefahr laufe, so wirst du mich am Leben erhalten; gegen den Zorn meiner Feinde wirst du deine Hand ausstrecken, und deine Rechte wird mich retten. Psalmen 138:7
Solches habe ich zu euch geredet, auf daß ihr in mir Frieden habet. In der Welt habt ihr Trübsal; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden! Johannes 16:33
Charles Spurgeon

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Charles Spurgeon

Zusammenfassung: Liebe Freunde, während Not und Trübsal eine unbestreitbare Realität in dieser Welt sind, verspricht uns unser Heiland einen übernatürlichen Frieden in Ihm. Dieser Friede ist unser Anker, nicht die Abwesenheit von Not, sondern die Gegenwart des Siegers selbst, der unseren Glauben durch diese Prüfungen läutert. So lasst uns nicht von der Welt zerbrochen leben, sondern überwindend aus Seinem vollbrachten Werk heraus, wissend, dass Er alles besiegt hat.

Ach, liebe Freunde, es ist kein süßes Wiegenlied, das die Schriften über diese Welt singen! Uns ist kein Garten der Leichtigkeit versprochen, sondern vielmehr eine Pilgerreise, die oft von „Not“ und „Trübsal“ heimgesucht wird. Fühlen Sie sich, wie König David einst, als ob Sie „mitten in der Not“ wandeln, gefangen an einem engen Ort, so fest zusammengepresst, als ob von einem eisernen Schraubstock? Das hebräische Wort *tsarah* selbst zeichnet ein lebendiges Bild der Enge. Oder vielleicht erleben Sie, wie unser Herr es voraussagte, das erdrückende Gewicht der *thlipsis*, wie Trauben unter dem Fuß des Winzers. Dies ist kein seltsames Schicksal, sondern eine unbestreitbare, fortwährende Realität für diejenigen, die Ihm in einer Welt folgen, die sich aktiv gegen Gott auflehnt.

Doch, gepriesen sei Sein heiliger Name! Im selben Atemzug verkündet unser Heiland eine herrliche Gegenrealität: „damit ihr in Mir Frieden habt.“ Nicht bloß eine psychologische Ruhe, wohlgemerkt, sondern eine übernatürliche Harmonie, eine *eirene*, die wie ein göttlicher Schiedsrichter in Ihrer Seele wirkt! Dieser Friede ist nicht die Abwesenheit von Not, sondern die Gegenwart des Siegers selbst, der als unser Anker dient, wenn die Welt drängt.

Und bedenken Sie, Geliebte, den Weg in diese Prüfungen. Manchmal *yalak*en wir einfach, wir stolpern in sie hinein durch unsere eigenen Schwächen, unsere eigene Torheit. Aber selbst dann, selbst wenn unsere eigene Hand den Knoten fester gezogen hat, verlässt Gott die Seinen? Niemals! Seine Bundesgnade eilt herbei. David schrie nach Gottes „rechter Hand“, um ihn zu retten – diesem starken, vertrauten, rettenden Arm! Und siehe, in Christus Jesus ist dieser Arm Fleisch geworden! Er selbst ist die personifizierte rechte Hand Gottes, der in das Allerdickste unserer Not eingetreten ist. „Ich habe die Welt überwunden“, erklärt Er, nicht als ein hoffnungsvoller Wunsch, sondern als eine vollendete, herrliche, ewige Tatsache!

Diese Not ist also kein bloßes Hindernis, sondern ein göttlicher Meißel, eine himmlische Schmiede! Wie ein Muskel, der durch Widerstand gestärkt wird, reift unser Glaube, wird unser Charakter geläutert. Er wird „vollenden, was mich betrifft“, spricht David – Er wird *gamar*, beenden, Sein Werk vollenden! Und jene nageldurchbohrten Hände sind die ewige Garantie dafür, dass Gottes Griff um Sein Volk sich niemals, niemals lockern wird. Egal wie heftig der Sturm tobt, Er wird die Arbeit Seiner Hände nicht loslassen!

Wenn also der Druck zunimmt, fragen Sie sich: Wo bin ich positioniert? Sind Sie lediglich in der Welt, um zerbrochen zu werden? Oder sind Sie „in Christus“, fähig, dem Sturm mit jenem unerschütterlichen Frieden zu begegnen, wissend, dass der Sieger in Ihnen wohnt? Wir blicken nicht *mit* Schrecken *auf* den Sturm, sondern *durch* ihn hindurch, auf das vollendete Werk unseres Herrn. Wir kämpfen nicht *um* den Sieg, sondern leben und überwinden *aus* ihm heraus, durch die Kraft dessen, der alles besiegt hat!

(Quelle: Eine moderne Betrachtung, dem Stil von Charles Spurgeon nachempfunden)