Und Abram glaubte dem HERRN, und das rechnete er ihm zur Gerechtigkeit. — 1. Mose 15:6
Demnach kommt der Glaube aus der Predigt, die Predigt aber durch Gottes Wort. — Römer 10:17

Author
E. M. Bounds
Zusammenfassung: Der Glaube ist nicht nur eine abstrakte Überzeugung oder eine passive Akzeptanz, er ist ein göttliches und geistliches Wirken, das uns ermöglicht, durch Sein Wort und den Heiligen Geist eine direkte Beziehung zu Gott zu haben. Der Glaube hat immer ein Ziel, und dieses Ziel ist Gott. Es geht nicht darum, an irgendetwas zu glauben, sondern an den vollkommenen und Allmächtigen Gott, indem man auf Seine gesegnete Person ruht und Seinem Wort vertraut.
Der Glaube ist keine abstrakte Überzeugung an das Wort Gottes, noch eine bloße Zustimmung oder ein Verstehen des Willens, noch eine passive Akzeptanz der Tatsachen. Der Glaube ist ein Wirken Gottes, eine göttliche Erleuchtung, eine heilige Energie, die durch das Wort Gottes und den Heiligen Geist in die menschliche Seele eingepflanzt wird: ein göttliches und geistliches Prinzip, das aus dem Übernatürlichen stammt und eine Sache durch die Fähigkeiten von Zeit und Sinnen erfassbar macht.
Der Glaube ist sich Gottes beständig bewusst. Er handelt direkt mit dem Herrn Jesus Christus und sieht in Ihm den Retter; er handelt mit dem Wort Gottes und eignet sich seine Wahrheiten an. Er handelt mit dem Geist Gottes und wird von Seinem heiligen Feuer gestärkt und inspiriert. Gott ist das große Ziel des Glaubens; denn er ruht auf Seinem Wort. Der Glaube ist nicht etwas Zielloses, sondern ein Blick der Seele auf Gott und ein Ruhen in Seinen Verheißungen. So wie Liebe und Hoffnung immer ein Ziel haben, so hat es auch der Glaube. Es ist nicht, an irgendetwas zu glauben, sondern an Gott, an den vollkommenen und Allmächtigen Gott, indem man auf Seine gesegnete Person ruht und Seinem Wort vertraut.
Quelle: „Die Notwendigkeit des Gebets“