
Author
Carmen Ray-Calvo
Zusammenfassung: Die Barmherzigkeit Gottes ist ein ewiges und unendliches Attribut, das sich in der Bibel und im Leben Jesu Christi offenbart. Gott ist aktiv barmherzig und tut Dinge zum Wohl Seines Volkes. Als Christen sollen wir zur Barmherzigkeit bewegt werden und Dinge tun, um den Bedürftigen zu helfen. Jesus lehrte die Wichtigkeit des Vergebens und der Barmherzigkeit durch ein Gleichnis in Matthäus 18,23-35. Möge der Heilige Geist uns anleiten, ein Leben zu führen, das Gott verherrlicht und Ihm in allem, was wir tun, wohlgefällt.
Im Alten Testament werden verschiedene hebräische Wörter verwendet, die die Vorstellungen von Barmherzigkeit umfassen (barmherzig sein, Barmherzigkeit erweisen, gütig sein usw.). Barmherzigkeit ist eines der ewigen Attribute Gottes; sie ist unendlich und unerklärlich. Gott hat den Menschen stets gemäß Seiner Barmherzigkeit behandelt. Nichts, was wir tun, wird Sein Herz der Barmherzigkeit ändern. Dies ist eine Wahrheit, die unseren Glauben an den Herrn stärkt und uns jeden Tag ermutigen sollte, barmherzig zu sein, wie es unser Vater ist.
Die Bibel ist darauf ausgerichtet, den Menschen das Angesicht Gottes zu offenbaren. Das Leben Jesu Christi auf Erden selbst war eine Offenbarung der unvergleichlichen und unermesslichen Liebe unseres Gottes.
Die Barmherzigkeit Gottes ist nicht passiv, sie ist aktiv. Gott wird dazu bewogen, Handlungen zu vollziehen, die zum Wohl Seines Volkes gereichen; es ist nicht so, dass Er uns in einer schwierigen Situation ansieht und sich nur beklagt, Er entblößt Seinen Arm der Barmherzigkeit und tut Dinge zu unserem Wohl, und dies sollte ein Beispiel für uns sein, damit wir eine Not im Leben unserer Geschwister nicht nur ansehen und lediglich einen einfachen Ausdruck von: „Es tut mir leid, ich empfand viel Mitleid“, äußern. Als Gottes Volk müssen wir zur Barmherzigkeit bewegt werden und Dinge zum Nutzen des Bedürftigen tun.
Der Herr Jesus, nachdem Er ein Gespräch mit Seinen Jüngern geführt hatte, trat Petrus an Ihn heran und fragte Ihn: „Wie oft soll ich meinem Bruder vergeben, wenn er gegen mich sündigt?“ Durch ein Gleichnis in Matthäus 18,23-35 erklärte Er ihnen die Wichtigkeit, den Menschen ihre Vergehen zu vergeben, das heißt, die Wichtigkeit, ihren Schuldnern Barmherzigkeit zu erweisen. Der Mann im Gleichnis hatte den Segen, Vergebung zu empfangen, aber er hatte nicht das Mitgefühl und die Barmherzigkeit, dasselbe mit seinem Mitknecht zu tun, deshalb gab ihm der König die verdiente Strafe.
Mein Gebet ist, dass der erneuernde Geist unseres Gottes uns jeden Tag anleitet, ein Leben zu führen, das unseren Gott verherrlicht, indem wir Zeugnis davon ablegen, Ihm in allem, was wir tun, wohlzugefallen.