Alte Weisheit und apostolische Lehre rufen uns dazu auf, die Haushalterschaft anzunehmen und die uns anvertrauten göttlichen Ressourcen aktiv zu verwalten. Wir stehen an einem Scheideweg zwischen dem Weg der Vernachlässigung des Trägen, der unweigerlich zu Verfall und Ruin führt, und dem Weg der treuen Verwaltung des gewissenhaften Haushhalters.
Oft erschöpfen wir uns, indem wir versuchen, ein perfektes geistliches Leben aufzubauen, doch wahrer Segen folgt einer „Theologie des Herabsteigens“, die von Gott herabfließt, anstatt durch unsere Anstrengungen aufzusteigen. Geistliche Vitalität ist ein durch Schwerkraft gespeistes Geschenk Jesu an uns, keine Struktur, die wir selbst aufbauen müssen.
Unsere Glaubensreise offenbart, dass ein gesegnetes Leben, sowohl individuell als auch gemeinschaftlich, grundlegend in einer tiefen „Gottesfurcht“ verwurzelt ist – einer ehrfürchtigen Achtung vor Gottes Majestät, die der Ausgangspunkt der Weisheit ist. Diese alte Wahrheit erweiterte sich mit der frühen Kirche, die sich durch das Wandeln sowohl in der Gottesfurcht als auch im Trost des Heiligen Geistes erbauen ließ.
Gott offenbart beständig sein tiefes Engagement, die Menschheit durch „Den Weg“ zu führen, welcher darin besteht, unser Leben seinem guten, gerechten und barmherzigen Charakter anzupassen. Seine Heiligkeit ist keine Barriere, sondern der eigentliche Motor Seiner erlösenden Lehre, die aktiv darauf abzielt, uns wiederherzustellen und zu unterweisen.
Du bist zutiefst von Gott begünstigt mit einer einzigartigen, vielfarbigen Gnade, perfekt zugeschnitten auf die spezifischen Prüfungen, denen du begegnest. Diese göttliche Gnade wird dir nicht zum persönlichen Vorteil verliehen, sondern damit du deine geistlichen Gaben treu zum Wohl von Gottes Hausstand, der Kirche, verwaltest.
Wir stehen an einem tiefgründigen Schnittpunkt göttlicher Wahrheit: Gottes unentrinnbarer, universeller Gegenwart und der bedingten Natur inniger Gemeinschaft mit Ihm. Während Sein Geist die gesamte Schöpfung durchdringt, schafft unsere gewohnheitsmäßige Sünde eine Beziehungskluft, die uns daran hindert, Seine tiefste Gunst zu erfahren.
Das Gleichnis vom verlorenen Sohn in Lukas 15 ist eine bekannte Geschichte, der man nur schwer etwas Neues hinzufügen kann. Der Fokus dieses Gleichnisses kann jedoch auf der Gnade liegen, sowohl der Gnade des Vaters uns gegenüber als auch der Gnade, die wir anderen zugestehen müssen.