Gebt dem HERRN seines Namens Ehre, betet den HERRN an in heiligem Schmuck! — Psalmen 29:2
Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk, ein Volk des Eigentums, damit ihr die Tugenden dessen verkündiget, der euch aus der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht berufen hat, — 1. Petrus 2:9

Author
Dr. Roberto Miranda
Zusammenfassung: Die Anbetung ist eine mächtige Waffe im geistlichen Kampf, weil sie die Auflehnung und den Hochmut des Menschen neutralisiert und den Platz der Abhängigkeit und Unterordnung vor Gott anerkennt. Die Wurzel allen Übels und der Sünde in der Menschheit ist die Auflehnung gegen die Herrlichkeit und die Herrschaft Gottes. Die Anbetung wirkt dieser negativen Auswirkung entgegen, indem sie die Herrlichkeit Gottes anerkennt und den Menschen an seinen angemessenen Platz der Demut und Unterwerfung stellt.
Eine der mächtigsten Waffen im geistlichen Kampf ist eben die Anbetung. Die mächtigste Motivation für Satans Handeln in der Welt ist der unrechtmäßige Wunsch, die Herrlichkeit und die Autorität zu erlangen, die allein Gott zustehen.
Der Prophet Jesaja beschreibt in einer Passage, die stets als prophetischer Hinweis auf die Ursprünge Satans erkannt wurde, diesen unersättlichen Appetit auf unrechtmäßige Anbetung (
Gott stürzt Luzifer von seiner ursprünglichen Erzengelherrlichkeit eben wegen seines Hochmuts und seiner Auflehnung. Die Wurzel allen Übels und der Sünde, die die Menschheit befällt, ist eben die Auflehnung gegen die Herrschaft und die Herrlichkeit Gottes. Darum ist Gott so eifersüchtig auf seine Herrlichkeit. Die Anbetung richtet sich auf diesen ewigen Streit zwischen Satan und Gott.
Die Anbetung neutralisiert außerdem den Hochmut und die Auflehnung, die im Menschen sind, und erkennt den Platz der Abhängigkeit und Unterordnung an, den dieser vor Gott einnimmt. In
Der Apostel Paulus drückt sich klar aus. Da die Menschheit sich weigerte, Gott die Seinem Namen gebührende Herrlichkeit zu erweisen, übergab Gott die rebellischen Menschen einer schändlichen Degeneration in Bezug auf ihren Körper, ihre Emotionen, ihre Begierden und ihren Verstand. Wie Luzifer, verbannt von seiner engelhaften Herrlichkeit, wird auch der Mensch, aufgrund seiner Auflehnung und Weigerung, Gott Ehre und Lob darzubringen, seiner Würde enthoben und auf einen schändlichen und dysfunktionalen Zustand reduziert. Ihre Handlungen und ihr Verhalten „geziemen sich nicht“ (kathēkonta, gr.). Mit anderen Worten: Ihre Taten sind schädlich, gefährlich, abträglich für ihr eigenes Wohlergehen.
Das Einzige, was dieser negativen Auswirkung der Auflehnung entgegenwirken kann, ist die Demut. Diese Demut manifestiert sich durch eine Entscheidung, Gott die Anbetung darzubringen, die Ihm gebührt. Deshalb ist die Anbetung so mächtig, denn sie korrigiert diese grundlegende Ungerechtigkeit, die Gott angetan wurde, und bringt sowohl Ihn als auch Sein Geschöpf (den Menschen) in die richtige Position.